{"id":115,"date":"2013-02-05T23:36:11","date_gmt":"2013-02-05T23:36:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.armati-domini.at\/?page_id=115"},"modified":"2013-11-04T10:17:11","modified_gmt":"2013-11-04T10:17:11","slug":"geschichte-der-johanniter","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.armati-domini.at\/?page_id=115","title":{"rendered":"Geschichte der Johanniter im \u00dcberblick"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><b>um 603<\/b>: Hospiz neben dem Kloster <i>Sancta Maria Latina<\/i> in Jerusalem<\/p>\n<p><b>ca. 1040-1070<\/b>: Kaufleute aus Amalfi gr\u00fcnden ein Pilgerhospiz, wiederum angeschlossen an das Benediktinerkloster <i>Sancta Maria Latina<\/i>.<\/p>\n<p><b>1096-1099<\/b>: 1. Kreuzzug (Peter von Amiens (\u201ePeter der Eremit\u201c), Gottfried von Bouillon, Tankred von Hauteville, Bohemund von Tarent und Balduin von Boulogne).<\/p>\n<p><b>1099<\/b>:\u00a0\u00a0 Bruder G\u00e9rard gr\u00fcndet das <i>Hospital des heiligen Johannes zu Jerusalem<\/i>. Das Hospiz l\u00f6st sich von Sancta Maria los und steht nun in Verbindung mit den Augustinerkanonikern des Heiligen Grabes. Das Heilige Grab und die Johanniter bilden einen einzigen Kirchenkomplex.<\/p>\n<p><b>1113<\/b>:\u00a0\u00a0 Papst Paschalis II best\u00e4tigt der Gemeinschaft die Unabh\u00e4ngigkeit vom Heiligen Grab und ihre Besitzungen. Alle, die ihren Anteil an der Ordensarbeit leisten, werden als Mitglieder betrachtet, es gibt zun\u00e4chst weder zwingende Ordensregel noch Gel\u00fcbde, allerdings bereits als \u201eTracht\u201c den schwarzen Mantel mit wei\u00dfem (Balken-)Kreuz.<\/p>\n<p><b>1118<\/b>:\u00a0\u00a0 Eine Handvoll Ritter aus dem Umfeld des Ordens gr\u00fcnden die Gemeinschaft \u201eArme Ritter Christi\u201c nach den Ordensregeln der Augustiner Chorherren. Ihr Ziel ist es, die Stra\u00dfen von Wegelagerern freizuhalten. Der <i>Templerorden<\/i> entsteht als erster m\u00f6nchischer Kriegerorden.<!--more--><\/p>\n<p><b>ca. 1130-1153<\/b>: Entstehung und Festlegung der Ordensregel. Im Mittelpunkt steht die Sorge um den Dienst am N\u00e4chsten anstatt der Seelenrettung des einzelnen Bruders. Eine <i>tuitio fidei<\/i> oder irgendwelche<i> <\/i>milit\u00e4rische Aufgaben oder Aktivit\u00e4ten werden nicht erw\u00e4hnt, ebenso wenig wie ritterliche oder adlige Abstammung als Grundbedingung f\u00fcr die Aufnahme.<\/p>\n<p>Das Spital in Jerusalem konzentriert sich mit um die tausend Betten, mit \u00c4rzten, Krankenschwestern, gyn\u00e4kologischen Abteilungen, Kinderheim und reichhaltigen Ausspeisungen auf die Versorgung der Armen und Kranken \u2013 und zwar aller Konfessionen. Au\u00dferdem werden Kriegsverletzte aufgenommen.<\/p>\n<p><b>1131<\/b>:\u00a0\u00a0 Bulle <i>Quam amabilis Deo<\/i> des Papstes Innozenz II: erstmals Hinweise auf ein milit\u00e4risches Kontingent des Ordens, ansonsten S\u00f6ldner.<\/p>\n<p><b>1143<\/b>:\u00a0\u00a0 Auf Anordnung Papst Coelestins II wird das deutsche Hospital <i>Sancta Maria Alamannorum<\/i> in Jerusalem den Hospitalitern unterstellt.<\/p>\n<p><b>1147-1149<\/b>: 2. Kreuzzug (K\u00f6nig Konrad III von Deutschland und K\u00f6nig Louis VII von Frankreich). Ziel ist eigentlich Edessa, letztlich aber Damaskus.<\/p>\n<p><b>1153<\/b>:\u00a0\u00a0 Papst Eugen III best\u00e4tigt die Ordensregeln von Meister Raymond du Puy. Angeh\u00f6rige des Ordens sind nun priesterliche Ordensbr\u00fcder und <i>religiosi laici<\/i> (M\u00e4nner und Frauen), die ein kl\u00f6sterliches Armuts-, Keuschheits- und Gehorsamsgel\u00fcbde ablegen m\u00fcssen. Sie \u00fcbernehmen gr\u00f6\u00dftenteils die Liturgie des Heiligen Grabes. Priester, Sergeanten und weibliche Angeh\u00f6rige sind keine Ritter, und es ist ihnen verboten, das Kreuzfahrergel\u00fcbde abzulegen und Kreuzritter zu werden. Das Kampfgel\u00fcbde der Ritterbr\u00fcder und Sergeantenbr\u00fcder wird wohl au\u00dferhalb des Ordens abgelegt.<\/p>\n<p><b>1154<\/b>:\u00a0\u00a0 P\u00e4pstliche Bulle von Anastasius IV, <i>Christianae fidei religio<\/i>: der Johanniterorden wird zum echten geistlichen Orden. Er erh\u00e4lt Privilegien wie Bu\u00dferlass, und durch die Befreiung von bisch\u00f6flicher und f\u00fcrstlicher Kontrolle ist er direkt dem Papst unterstellt (\u201eExemtion\u201c). Damit genie\u00dft er als Ritterorden dieselben Privilegien wie der Templerorden, und ist der einzige geistliche Ritterorden, der sich unmittelbar aus einem M\u00f6nchsorden entwickelt hat.<\/p>\n<p><b>1163<\/b>:\u00a0\u00a0 Der Orden besitzt eine Streitmacht, zu der auch Vollmitglieder z\u00e4hlen.<\/p>\n<p><b>1180<\/b>:\u00a0\u00a0 Das Gro\u00dfpriorat Deutschland beginnt sich als Verwaltungsbesitz herauszubilden, die Balley Brandenburg wird diesem neuen Gro\u00dfpriorat unterstellt. Erlass von Papst Alexander III an den Ordensmeister Roger des Moulins, der Orden m\u00f6ge sich des Waffengebrauches weitgehend enthalten, au\u00dfer im Falle eines p\u00e4pstlich angeordneten Kreuzzuges.<\/p>\n<p><b>1181-2<\/b>: Das Hospital verf\u00fcgt \u00fcber eine eigene Hospitalsordnung, die <i>Regula des Meisters Roger des Moulins<\/i>, wonach gelehrte \u00c4rzte als oberste Instanz bei der Erkennung und Behandlung von Krankheiten zu gelten haben. Diese \u00c4rzte werden vom Orden besoldet und d\u00fcrfen keine Zuwendungen von den Kranken entgegennehmen. Bis 1182 beziehen sich Gesetze und Ordensregel der Hospitaliter \u00fcberwiegend auf die Armen und Kranken.<\/p>\n<p><b>1186<\/b>:\u00a0\u00a0 Der Johanniterorden verweigert sich einem Komplott um den K\u00f6nig von Jerusalem, kann aber die Kr\u00f6nung des Templerg\u00fcnstlings Guido de Lusignan nicht verhindern.<\/p>\n<p><b>1187<\/b>:\u00a0\u00a0 Nach dem Bruch des Waffenstillstandes durch den neuen K\u00f6nig und gegen den Rat des Johannitermeisters Roger des Moulins kommt es bei Cresson zu einem Gefecht gegen Saladins Truppen, das mit einem Desaster endet. Saladin nimmt die Stadt Tiberias ein, und erwartet das Kreuzritterheer bei den H\u00f6rnern von Hattin. Nach einer neuerlichen vernichtenden Niederlage und dem Verlust von Akkon, Nazareth, C\u00e4sarea, Sidon und Askalon f\u00e4llt auch Jerusalem an das Heer Saladins; das Hospital kann zwar noch ein Jahr lang weitergef\u00fchrt werden, muss aber seine T\u00e4tigkeit einschr\u00e4nken. Der Hauptsitz des Ordens wird nach Margat verlegt.<\/p>\n<p><b>1189-1192<\/b>: 3. Kreuzzug (Papst Gregor VIII). Ziel ist die Befreiung Jerusalems; gef\u00fchrt von Kaiser Friedrich I Barbarossa von Hohenstaufen (Deutschland), Richard I L\u00f6wenherz Plantagenet (England) und Philipp II August (Frankreich).<\/p>\n<p><b>1191<\/b>:\u00a0\u00a0 Schisma im Hospital, das Ergebnis ist die Entstehung des Deutschen Ordens. Akkon wird nach langer Belagerung vom englischen K\u00f6nig Richard I L\u00f6wenherz und dem franz\u00f6sischen K\u00f6nig Philipp II August eingenommen.<\/p>\n<p><b>Ende 12.Jhdt<\/b>: Entstehung getrennter Kriegerklassen: <i>Milites<\/i> (Krieger mit voller Profess, i.e. Ritterbr\u00fcder) und <i>Sergeantenbr\u00fcder<\/i> im Orden.<\/p>\n<p><b>1202-1204<\/b>: 4. Kreuzzug, unter dem venezianischen Dogen Enrico Dandolo. Das Ziel ist eigentlich \u00c4gypten, letztlich aber Konstantinopel, welches erobert und gepl\u00fcndert wird. Die Ritterorden nehmen davon Abstand, als sich die Aggressionen gegen Orthodoxe richten; ihre Statuten verbieten es, Waffen gegen Christen zu erheben. Durch die Zerschlagung des Byzantinischen Reiches gewinnt der Johanniterorden aber gro\u00dfe L\u00e4ndereien.<\/p>\n<p><b>1206<\/b>:\u00a0\u00a0 Nationale Zusammenschl\u00fcsse von Ordensrittern bilden sogenannte \u201eZungen\u201c.<\/p>\n<p><b>1208<\/b>:\u00a0\u00a0 Beginn der Albigenserkreuzz\u00fcge gegen die Katharer, deren sich die Ordensritter jedoch ebenfalls enthalten.<\/p>\n<p><b>1217-1221<\/b>: (5.) Kreuzzug ausgerufen von Papst Honorius III, das Ziel ist \u00c4gypten. Auch Kreuzzug von Damiette genannt, da die Entscheidung nach langer Belagerung der Stadt Damiette f\u00e4llt. Entgegen dem Rat der Ritterorden lehnt der Papst ein Friedensangebot der Belagerten ab, woraufhin das christliche Heer bei Mansurah geschlagen wird.<\/p>\n<p><b>1224<\/b>:\u00a0\u00a0 Die Johanniter \u00fcbernehmen die Verwaltung der Stadt Akkon.<\/p>\n<p><b>1227-1228<\/b>: (5.) bzw. 6. Kreuzzug, Friedrich II von Hohenstaufen. Ziel ist Jerusalem.<\/p>\n<p><b>1229<\/b>:\u00a0\u00a0 Dank geschickter Verhandlungen und seines guten Verh\u00e4ltnisses zu Sultan Al-Kamil gewinnt Friedrich II Jerusalem f\u00fcr 10 Jahre zur\u00fcck. Er kr\u00f6nt sich selbst zum K\u00f6nig von Jerusalem. Der Papst startet nun einen Kreuzzug gegen Friedrich in Italien, dem sich die Templer anschlie\u00dfen. Die Johanniter f\u00fchlen sich hingegen dem K\u00f6nig von Jerusalem verpflichtet.<\/p>\n<p><b>1236<\/b>:\u00a0\u00a0 Dem Johanniterorden droht die Exkommunikation, weil sie im Begriffe sind, ein B\u00fcndnis mit der arabischen Sekte der Assassinen zu schlie\u00dfen.<\/p>\n<p><b>1238<\/b>:\u00a0\u00a0 Papst Gregor IX beklagt die Lebensf\u00fchrung der Johanniter in Akkon.<\/p>\n<p><b>1239<\/b>:\u00a0\u00a0 Der Friedensvertrag l\u00e4uft aus, die Ordensritter werden bei Askalon geschlagen. Die Templer verb\u00fcnden sich mit Syrien, die Johanniter mit \u00c4gypten. Das Resultat ist beinahe ein Krieg zwischen den beiden Orden.<\/p>\n<p><b>1241<\/b>:\u00a0\u00a0 Der Johanniterorden beteiligt sich an der Schlacht bei Lignitz in Schlesien gegen die Mongolen.<\/p>\n<p><b>1244<\/b>:\u00a0\u00a0 Endg\u00fcltiger Fall Jerusalems und vernichtende Niederlage der Ordensritter bei Gaza. Meister Guillaume de Ch\u00e2teauneuf ger\u00e4t in Gefangenschaft, und der R\u00fcckzug des Ordens aus dem Vorderen Orient beginnt.<\/p>\n<p><b>1248-1254<\/b>: 6. Kreuzzug des franz\u00f6sischen K\u00f6nigs Ludwig IX \u201eder Heilige\u201c. Das Ziel ist \u00c4gypten, der Kreuzzug ist erneut ein Fehlschlag.<\/p>\n<p><b>1256-1258<\/b>: B\u00fcrgerkrieg im K\u00f6nigreich von Jerusalem. Bei einem Streit von Genua und Venedig in Akkon schlagen sich Templer und Johanniter auf verschiedene Seiten. In der Folge kommt es zu Stra\u00dfenk\u00e4mpfen zwischen Mitgliedern der beiden Orden.<\/p>\n<p><b>1259<\/b>:\u00a0\u00a0 Mit p\u00e4pstlicher Erlaubnis (Alexander IV) tragen alle waffenf\u00fchrenden Br\u00fcder des Hospitals (Ritter und Sergeanten) im Kampf rote Waffenr\u00f6cke mit wei\u00dfem Balkenkreuz.<\/p>\n<p><b>1267<\/b>:\u00a0\u00a0 Der Titel <i>Gro\u00dfmeister<\/i> wird von Papst Clemens IV f\u00fcr Hugo de Revel bewilligt.<\/p>\n<p><b>1268<\/b>:\u00a0\u00a0 Verlust von Jaffa und der Stadt Antiochia. Das Hospiz wird niedergebrannt<\/p>\n<p><b>1270-1272<\/b>: 7. Kreuzzug, wieder von Ludwig IX, das Ziel ist Tunis bzw. Jerusalem. Die Ritterorden beteiligen sich nicht mehr daran.<\/p>\n<p><b>1274<\/b>:\u00a0\u00a0 Konzil von Lyon unter Papst Gregor X. Vorschl\u00e4ge zum Zusammenschluss des Templer- und Johanniterordens und zur Aufhebung ihrer Privilegien.<\/p>\n<p><b>1285<\/b>:\u00a0\u00a0 Margat f\u00e4llt und wird an Sultan Qualawun von Kairo \u00fcbergeben. Der Orden zieht sich nach Akkon zur\u00fcck.<\/p>\n<p><b>1291<\/b>:\u00a0\u00a0 Nach einer Attacke lombardischer und toskanischer Neuank\u00f6mmlinge gegen Mohammedaner wird Akkon von den Mamelucken unter Sultan Al Aschraf erst\u00fcrmt, nur sieben \u00dcberlebende des Ordens k\u00f6nnen nach Zypern fliehen, gemeinsam mit zehntausenden Fl\u00fcchtlingen.<\/p>\n<p><b>1292<\/b>:\u00a0\u00a0 Das Generalkapitel beschlie\u00dft, vorl\u00e4ufig Limassol auf Zypern zum Hauptsitz des Ordens zu machen. Der Beschluss wird von Papst Coelestin V gebilligt, nicht aber von K\u00f6nig Heinrich II von Zypern. Der Umbau des Heeres und der Aufbau einer Flotte wird begonnen.<\/p>\n<p><b>1293<\/b>:\u00a0\u00a0 Die Ordensflotte wird bei der Verteidigung des christlichen K\u00f6nigreiches Armenien eingesetzt.<\/p>\n<p><b>1301-2<\/b>: Neuorganisation des Ordens und der Hierarchie der Zungen (von nun an sieben). Das Gro\u00dfkapitel beschlie\u00dft, 80 Ordensritter als Gemeinschaft auf Zypern zu stationieren, die den Konvent bei der Ordensspitze bilden.<\/p>\n<p><b>1306<\/b>:\u00a0\u00a0 Nach einem Streit mit Zyperns K\u00f6nig initiieren die Johanniter die Eroberung von Rhodos, mit Hilfe des portugiesischen Piraten Vignolo de Vignoli. Eine Art heiliger Krieg gegen griechische Schismatiker und t\u00fcrkische Seer\u00e4uber beginnt.<\/p>\n<p><b>1307<\/b>:\u00a0\u00a0 Papst Clemens V best\u00e4tigt den Johannitern den Besitz der Insel Rhodos, die Stadt Rhodos wird allerdings noch belagert. Weiters wird der Orden unter p\u00e4pstlichen Schutz vor allen Anfeindungen gestellt, was in Hinblick auf die beginnenden Prozesse rund um den Templerorden von Vorteil ist.<\/p>\n<p><b>1309<\/b>:\u00a0\u00a0 Johanniter erobern Rhodos endg\u00fcltig, ebenso einige benachbarte Inseln, sowie die H\u00e4fen Bodrum und Castelrosso (Kastell\u00f2rizon). Aufbau einer Galeerenflotte; an die Stelle der Wiedereroberung Jerusalems tritt nun die Verteidigung des Mittelmeeres als Hauptaufgabe des Ordens. Die Ordensritter nennen sich nun auch <i>Rhodesierritter<\/i>.<\/p>\n<p><b>1310<\/b>:\u00a0\u00a0 Der Ordenssitz wir von Zypern nach Rhodos verlegt.<\/p>\n<p><b>1312<\/b>:\u00a0\u00a0 Der Templerorden wird von Papst Clemens V. aufgel\u00f6st, die Besitzt\u00fcmer werden dem Johanniterorden \u00fcbertragen, allerdings weigert sich K\u00f6nig Philipp der Sch\u00f6ne von Frankreich zun\u00e4chst, dem Folge zu leisten.<\/p>\n<p><b>1314<\/b>:\u00a0\u00a0 Rhodos ist ein unabh\u00e4ngiger Staat, direkt dem Papst unterstellt.<\/p>\n<p><b>1317<\/b>:\u00a0\u00a0 Attentatsversuch der Br\u00fcder auf Rhodos gegen Meister Foulques de Villaret.<\/p>\n<p>K\u00f6nig Philipp der Lange von Frankreich erkl\u00e4rt sich endlich bereit den Johannitern einen Teil des ehemaligen Templerbesitzes zu \u00fcberlassen, allerdings nur gegen eine horrende Abl\u00f6sesumme.<\/p>\n<p><b>1318<\/b>:\u00a0\u00a0 <i>Vergleich zu Cremmen<\/i> mit dem Markgrafen Woldemar von Brandenburg und Lausitz: Besitzungen der Templer in Brandenburg gehen an den Johanniterorden.<\/p>\n<p><b>1328<\/b>:\u00a0\u00a0 Die Johanniter erhalten als Teil des Templererbes den <i>Enclos du Temple<\/i> in Paris zum Besitz. Der dort residierende Gro\u00dfprior wird fortan als \u201eGro\u00dfprior des Tempels\u201c bezeichnet, was Jahrhunderte sp\u00e4ter Spekulationen \u00fcber den Fortbestand der Templer zur Folge haben wird.<\/p>\n<p><b>1329<\/b>:\u00a0\u00a0 Generalkapitel von Montpelliers: Dienstjahre auf Rhodos werden zu einer Voraussetzung f\u00fcr den Rang eines Komturs oder eines anderen Amtes im Orden.<\/p>\n<p><b>1334<\/b>:\u00a0\u00a0 Beginn von Seegefechten gegen die T\u00fcrken.<\/p>\n<p><b>1344<\/b>:\u00a0\u00a0 Sieg gegen die T\u00fcrken und Eroberung der Seefestung Smyrna (= \u0130zmir).<\/p>\n<p><b>1347<\/b>:\u00a0\u00a0 Pest. Gro\u00dfe Verluste auch f\u00fcr die Johanniter, speziell im landwirtschaftlichen Bereich.<\/p>\n<p><b>1355<\/b>:\u00a0\u00a0 Papst Innozenz IV will die Johanniter zwingen, ihren Hauptsitz nach Smyrna zu verlegen. Der Orden weigert sich.<\/p>\n<p><b>1359<\/b>:\u00a0\u00a0 Johanniter greifen am Bosporus und danach in Armenien gegen die T\u00fcrken ein.<\/p>\n<p><b>1365<\/b>:\u00a0\u00a0 Zypriotischer Kreuzzug des Papstes Urban V, Pl\u00fcnderung von Alexandria (Kreuzzug von Alexandria). Der Orden beteiligt sich mit seiner Flotte.<\/p>\n<p><b>1374<\/b>:\u00a0\u00a0 Betrauung des Ordens mit der Verteidigung Smyrnas.<\/p>\n<p><b>1376-1381<\/b>: Johanniter-Invasion in das Despotat Epiros.<\/p>\n<p><b>1378<\/b>:\u00a0\u00a0 p\u00e4pstliches Schisma, schwerwiegende Spaltungen innerhalb des Ordens.<\/p>\n<p><b>ab 1378<\/b>: erfolglose Versuche, das griechische Festland zu verteidigen.<\/p>\n<p><b>1382<\/b>:\u00a0\u00a0 die Balley Brandenburg erh\u00e4lt mit dem <i>Heimbacher Vergleich<\/i> durch weitgehende Autonomie eine Sonderstellung im Orden. Die Ritter d\u00fcrfen ihr Oberhaupt, den <i>Herrenmeister<\/i>, frei w\u00e4hlen, die Zahlungen an die Ordenszentrale auf Rhodos verringern sich. Die Brandenburger Balley schlie\u00dft sich in Folge enger an die Kurf\u00fcrsten von Brandenburg.<\/p>\n<p><b>1396<\/b>:\u00a0\u00a0 Kreuzheer mit Beteiligung der Johanniter wird vom osmanischen Sultan Bayazid I bei Nikopolis an der Donau geschlagen (Kreuzzug von Nikopolis).<\/p>\n<p><b>1397<\/b>:\u00a0\u00a0 Besetzung und Verteidigung von Korinth gegen die T\u00fcrken.<\/p>\n<p><b>1402<\/b>:\u00a0\u00a0 Smyrna geht an Timur-i Lenk (Tamerlan) und sein mongolisches Heer verloren.<\/p>\n<p><b>1403<\/b>:\u00a0\u00a0 Vertrag zwischen Johannitern und dem mameluckischen Sultanat von \u00c4gypten. Kleine Teile der Westk\u00fcste Kleinasiens werden in Besitz genommen.<\/p>\n<p><b>1426<\/b>:\u00a0\u00a0 Zypern ger\u00e4t unter mameluckische Oberhoheit.<\/p>\n<p><b>1433<\/b>:\u00a0\u00a0 Bewerber um die Stellung von <i>milites<\/i> m\u00fcssen ihre \u201eordentliche Abstammung\u201c nachweisen.<\/p>\n<p><b>1444<\/b>:\u00a0\u00a0 Erfolglose Invasion der Mamelucken auf Rhodos. Johanniter und Mamelucken erneuern ihren Friedensvertrag.<\/p>\n<p><b>1451<\/b>:\u00a0\u00a0 Friedensvertrag mit den T\u00fcrken, um den Handel nicht zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p><b>1462<\/b>:\u00a0\u00a0 Reorganisation des Ordens, betrifft vor allem die Abspaltung von Portugal und Kastilien von Arag\u00f3n, und damit die Entstehung einer 8. Zunge.<\/p>\n<p><b>1480<\/b>:\u00a0\u00a0 Eine erste Belagerung von Rhodos durch die T\u00fcrken unter Mehmet II kann zur\u00fcckgeschlagen werden.<\/p>\n<p><b>1481<\/b>:\u00a0\u00a0 Ein gro\u00dfes Erdbeben macht weitreichende Umbauten erforderlich; Rhodos wird eine fr\u00fchneuzeitliche Stadt. Mit dem Neubau des Spitals erfolgt eine Erneuerung der Krankenpflegevorschriften. Ordensmitglieder und weltliche Personen sind nun\u00a0 gleichgestellt, und haben sich nach den Ordensvorschriften zu richten.<\/p>\n<p><b>1482<\/b>:\u00a0\u00a0 Erbstreitigkeiten nach dem Tod Mehmets II veranlassen seinen Sohn Prinz Jem nach Rhodos zu fl\u00fcchten. Die Johanniter handeln mit seinem ihm \u00fcbel gesinnten Bruder Bayazid II aus, dass Jem in der Auvergne festgesetzt w\u00fcrde, sofern die T\u00fcrken f\u00fcrderhin von Angriffen gegen Rhodos abs\u00e4hen, sowie gegen eine j\u00e4hrliche Summe als Unterhaltszahlung f\u00fcr die Geisel.<\/p>\n<p><b>1505<\/b>:\u00a0\u00a0 Auf Rhodos wird eine Art Gesundheitspolizei gegr\u00fcndet, die einlaufende Schiffe auf Seuchen zu kontrollieren hat. Heitersheim im Breisgau wird Sitz des deutschen Gro\u00dfpriors.<\/p>\n<p><b>1522<\/b>:\u00a0\u00a0 Belagerung von Rhodos durch S\u00fcleyman den Pr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p><b>1524<\/b>:\u00a0\u00a0 Die Hospitaliter kapitulieren nach dem Verrat eines entt\u00e4uschten Kandidaten auf das Amt des Gro\u00dfmeisters, und die \u00dcberlebenden ziehen sich zuerst nach Kreta, dann nach Sizilien zur\u00fcck. Pestausbruch. Dem Orden gelingt es, durch hygienische Ma\u00dfnahmen die Epidemie innerhalb von nur 2 Wochen zum Erliegen zu bringen. Johanniterritter Giulio de Medici wird Papst Clemens VII.<\/p>\n<p><b>1528<\/b>:\u00a0\u00a0 Mit Hilfe der Johanniter kann das unter spanischer Herrschaft stehende Tripolis verteidigt werden.<\/p>\n<p><b>1530<\/b>:\u00a0\u00a0 Kaiser Karl V \u00fcbergibt den Johannitern die Inseln Malta und Gozo, sowie Tripolis als Lehen. Der Orden verlegt seinen Hauptsitz nach Malta. System des \u201ainsularen Ordensstaates\u2019 wie auf Rhodos. In Folge dessen b\u00fcrgert sich die Bezeichnung <i>Malteserorden<\/i> ein. Die Festung St. Angelo ist Hauptsitz des Ordens, bis zur Umsiedelung in die neuerbaute Stadt Valletta.<\/p>\n<p><b>1534<\/b>:\u00a0\u00a0 Abspaltung der anglikanischen Kirche, die englische Zunge geht verloren und bleibt nur in Gestalt ihrer W\u00fcrdentr\u00e4ger auf Malta erhalten.<\/p>\n<p><b>1535<\/b>:\u00a0\u00a0 Eroberung von Tunis durch die Spanier. Der Johanniterorden beteiligt sich mit sieben Galeeren.<\/p>\n<p><b>1538<\/b>:\u00a0\u00a0 Joachim II, Kurf\u00fcrst von Brandenburg, tritt zum lutherischen Glauben \u00fcber; der <i>Johanniterorden<\/i> (Balley Brandenburg des ritterlichen Ordens Sankt Johannis vom Spital zu Jerusalem) wird zu einer protestantischen Ordensgemeinschaft. Das katholische \u00c4quivalent ist der <i>Malteserorden<\/i>.<\/p>\n<p><b>1540<\/b>:\u00a0\u00a0 Der Besitz des Malteserordens in England wird konfisziert.<\/p>\n<p><b>1541<\/b>:\u00a0\u00a0 Die Malteser unter dem deutschen Gro\u00dfprior Georg Schilling von Canstatt retten das Heer Karls V bei der Belagerung von Algier.<\/p>\n<p><b>1548<\/b>:\u00a0\u00a0 Georg Schilling wird von Kaiser Karl V. zum Reichsf\u00fcrsten ernannt. Heitersheim im Breisgau, der Sitz des Gro\u00dfpriors, wird zum F\u00fcrstentum.<\/p>\n<p><b>1551<\/b>:\u00a0\u00a0 Tripolis geht an den t\u00fcrkischen Korsaren Turgut (Dragut) Reis verloren. Das Provinzialkapitel von Speyer erm\u00f6glicht mit einer Einigung den Verbleib der nunmehr protestantischen Balley Brandenburg im Gro\u00dfpriorat Deutschland.<\/p>\n<p><b>1558<\/b>:\u00a0\u00a0 Die katholische Mary I Tudor setzt die englische Zunge wieder in Besitz ihrer alten Rechte. Nach ihrem Tod wenige Monate sp\u00e4ter wird diese Ma\u00dfnahme von Elisabeth I 1559 jedoch wieder r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht.<\/p>\n<p><b>1565<\/b>:\u00a0\u00a0 gro\u00dfangelegte t\u00fcrkische Belagerung von Malta, der Orden widersteht. Nach der Zerst\u00f6rung des Fort St. Elmo will man die Insel zu einer Festung ausbauen, und eine neue Stadt zu errichten: Valletta, benannt nach Gro\u00dfmeister Jean de la Valette-Parisot, der nach der Verteidigung Maltas zu einem Volksheld wurde.<\/p>\n<p><b>1574<\/b>:\u00a0\u00a0 Papst Gregor XIII f\u00fchrt in Malta die Inquisition ein, um die Malteser Ritter auf ihre moralische und religi\u00f6se Haltung hin zu \u00fcberwachen, besonders wegen ihrer Toleranz gegen\u00fcber nicht-katholischen Christen. Ihr Einfluss h\u00e4lt sich jedoch in Grenzen.<\/p>\n<p><b>1578-1582<\/b>: Bau eines Krankenhauses in Valletta, f\u00fcr im Notfall ca. 900 Patienten und eigenem Trakt f\u00fcr Geisteskranke (die anderswo im Kerker landen).<\/p>\n<p><b>1581<\/b>:\u00a0\u00a0 Gro\u00dfmeister Jean l\u2019Ev\u00e9sque de la Cassi\u00e8re beruft den damaligen Brandenburger Herrenmeister Graf Martin von Hohenstein formell vor den Konvent nach Malta. Da dieser nicht erscheint, wird der Ausschluss der Brandenburger Ordensmitglieder beschlossen, bleibt aber ohne Folgen, da das Gro\u00dfpriorat Deutschland die Balley verteidigt. De la Cassi\u00e8re, inzwischen hundertj\u00e4hrig, wird seines Amtes enthoben. Der Johanniterorden beh\u00e4lt die Zahlungen an den Malteserorden bei.<\/p>\n<p><b>1607<\/b>:\u00a0\u00a0 Der Gro\u00dfmeister der Malteser (zu der Zeit Alof de Wignacourt) erh\u00e4lt den Status eines Reichsf\u00fcrsten des Heiligen R\u00f6mischen Reiches.<\/p>\n<p><b>1625-1641<\/b>: Ein katholischer Herrenmeister, Adam Graf von Schwarzenberg, steht dem protestantischen Johanniterorden vor, muss sich aber verpflichten, das Bekenntnis der Ballei Brandenburg nicht zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p><b>1630<\/b>:\u00a0\u00a0 Der Rang eines Malteser-Gro\u00dfmeister wird dem eines Kardinals gleichgestellt.<\/p>\n<p><b>1648<\/b>:\u00a0\u00a0 Westf\u00e4lischer Frieden. Obwohl der 30j\u00e4hrige Krieg den Orden so gut wie nicht betraf, verliert der katholische Malteserorden fast all sein Besitzt\u00fcmer im protestantischen Teil von Deutschland.<\/p>\n<p><b>1651<\/b>:\u00a0\u00a0 Durch Kauf erwirbt der Orden kleine Inseln in der Karibik als Kolonialgebiet. Der Vorsto\u00df ist durch einen Betrug des Finanzministers Colbert des franz\u00f6sischen K\u00f6nigs Louis XIV zum Scheitern verurteilt. Auch lehnt der Orden Kolonialisierung durch Sklavenarbeit ab.<\/p>\n<p><b>1656<\/b>:\u00a0\u00a0 Versuch einer Blockade der Dardanellen durch die Venetianer. Die t\u00fcrkische Flotte kann durch das Eingreifen der Malteser besiegt werden.<\/p>\n<p><b>1676<\/b>:\u00a0\u00a0 Gr\u00fcndung einer eigenen medizinischen Hochschule des Ordens. Bisher waren Mediziner f\u00fcr die Ordensspit\u00e4ler meist auf den Universit\u00e4ten von Florenz, Salerno und Padua ausgebildet worden.<\/p>\n<p><b>1680<\/b>:\u00a0\u00a0 Aspiranten auf eine Mitgliedschaft m\u00fcssen ihre adlige Herkunft nachweisen (\u201eAdelsprobe\u201c).<\/p>\n<p><b>1693<\/b>:\u00a0\u00a0 Die Stadt Augusta auf Sizilien wird durch ein Erdbeben zerst\u00f6rt. Der Malteserorden greift als Hilfsdienst ein und schickt \u00c4rzte, Medikamente, Lebensmittel und Kleidung ins Katastrophengebiet.<\/p>\n<p><b>1763<\/b>:\u00a0\u00a0 Verhandlungen K\u00f6nigs Friedrich des Gro\u00dfen mit dem Malteserorden unter Gro\u00dfmeister Manuel Pinto de Fonseca, in der beiderseitigen Hoffnung, die Ballei k\u00f6nnte wieder ein Teil des Gesamtordens werden. Obwohl der Papst den Johanniterorden weiter als h\u00e4retische Organisation betrachtet und die Wieder-vereinigung verhindert, behalten die beiden Orden ihre guten Beziehungen bei.<\/p>\n<p><b>1774<\/b>:\u00a0\u00a0 Der Orden erh\u00e4lt von Herzog Ostrogsky von Wolhynien ein riesiges Gebiet als Erbe, aus dem das polnische Gro\u00dfpriorat entsteht.<\/p>\n<p><b>1775<\/b>:\u00a0\u00a0 Aufst\u00e4nde in der Maltesischen Bev\u00f6lkerung gegen die zu hohe Steuerlast. Der Orden erbt die Besitzt\u00fcmer des aufgel\u00f6sten Spitalsorden zu St. Antoin de Vienne in Frankreich.<\/p>\n<p><b>1779<\/b>:\u00a0\u00a0 Gro\u00dfmeister Emmanuel de Rohan-Polduc fasst alle Gesetze und Regeln des Ordens im sogenannten <i>Codex Rohan<\/i> zusammen.<\/p>\n<p><b>1781<\/b>:\u00a0\u00a0 Kurf\u00fcrst Karl-Theodor von Pfalz-Bayern \u00fcbergibt den Maltesern die G\u00fcter des aufgehobenen Jesuitenordens.<\/p>\n<p><b>1782-1784<\/b>: Aus dem ehemaligen Jesuitenbesitz wird die bayerische Zunge, die mit den Resten der englischen zu einer englisch-bayerischen Zunge zusammen-gefasst und sp\u00e4ter mit dem russischen Gro\u00dfpriorat vereint wird.<\/p>\n<p><b>1783<\/b>:\u00a0\u00a0 Verw\u00fcstung von Reggio di Calabria und Messina durch ein Erdbeben. Der Einsatz des Malteser Hilfsdienstes ist der Regierung in Neapel peinlich, und sie versucht zun\u00e4chst diesen Einsatz zu verbieten.<\/p>\n<p><b>1784<\/b>:\u00a0\u00a0 Hauptsitz der englisch-bayerischen Zunge ist in M\u00fcnchen. Die Ernennung des Bastards des Kurf\u00fcrsten Karl-Theodor, Karl-August, zum Gro\u00dfprior ist ein Versto\u00df gegen die Ordensregeln, da er die Adelsprobe nicht erbringen kann.<\/p>\n<p><b>1791<\/b>:\u00a0\u00a0 Der Orden finanziert einen Fluchtversuch des franz. K\u00f6nigs Louis XVI.<\/p>\n<p><b>1792<\/b>:\u00a0\u00a0 Die Revolutionsregierung in Frankreich enteignet Malteserbesitzt\u00fcmer. Die Zungen Provence, Auvergne und Frankreich gehen verloren.<\/p>\n<p><b>1798<\/b>:\u00a0\u00a0 Vertreibung durch Napoleon Bonaparte, Malta geht verloren. Die Ordensflotte wird aufgegeben. Die Malteserritter verlassen die Insel und emigrieren gr\u00f6\u00dftenteils nach Russland, wo ihnen (der orthodoxe) Zar Paul I gro\u00dfe L\u00e4ndereien \u00fcberl\u00e4sst, in der Hoffnung die seit 1054 bestehende Spaltung der Christen in Katholiken und Orthodoxe zu \u00fcberwinden. Gr\u00fcndung des Gro\u00dfpriorats Russland f\u00fcr orthodoxe Ritter.<\/p>\n<p><b>1799<\/b>:\u00a0\u00a0 Zar Paul I wird zum neuen Gro\u00dfmeister ernannt, (Gegenmeister zu Ferdinand von Hompesch zu Bolheim, den man f\u00fcr den Verlust Maltas verantwortlich macht), vom Papst aber nicht anerkannt. Die Gro\u00dfpriorate Deutschland, B\u00f6hmen und Bayern akzeptieren die Wahl. Hompesch macht kurzfristig Triest zum neuen Ordenshauptsitz, muss aber unter dem Druck des \u00f6sterreichischen Hofes schlie\u00dflich abdanken.<\/p>\n<p>Die spanischen Malteserritter sagen sich vom Orden los, die Ordensg\u00fcter werden von der spanischen Krone eingezogen.<\/p>\n<p><b>1805-1811<\/b>: In gro\u00dfen Teilen Deutschlands, Italiens und Russlands wird der gesamte maltesische Ordensbesitz eingezogen. Nur die Gro\u00dfpriorate \u00d6sterreich-B\u00f6hmen und Russland bleiben bestehen und sichern so das \u00dcberleben des Ordens. Bis 1879 wird der Orden von Leutnants (Statthaltern) statt Gro\u00dfmeistern geleitet.<\/p>\n<p><b>1807<\/b>:\u00a0\u00a0 Tod des letzten Gro\u00dfpriors von Deutschland, Ignaz Rink von Baldenstein, das Gro\u00dfpriorat Deutschland erlischt. Das F\u00fcrstentum Heitersheim f\u00e4llt an das Gro\u00dfherzogtum Baden.<\/p>\n<p><b>1808<\/b>:\u00a0\u00a0 Die englisch-bayerische Zunge erlischt.<\/p>\n<p><b>1810-1811<\/b>: Aufhebung der Ballei Brandenburg durch den preu\u00dfischen K\u00f6nig Friedrich Wilhelm III von Hohenzollern, ihre Besitzt\u00fcmer werden mit der S\u00e4kularisierung (die haupts\u00e4chlich der Schuldentilgung des K\u00f6nigs dient) eingezogen. Der Orden existiert zwar als verm\u00f6gensloser Personenverband weiter, darf aber keine neuen Mitglieder aufnehmen.<\/p>\n<p><b>1812<\/b>:\u00a0\u00a0 K\u00f6nig Friedrich Wilhelm III stiftet den K\u00f6niglich Preu\u00dfischen Johanniterorden, ein preu\u00dfischer Verdienstorden. Die Ritter des aufgel\u00f6sten Ordens geh\u00f6ren automatisch diesem neuen Orden an.<\/p>\n<p><b>1822<\/b>:\u00a0\u00a0 Vertrag von Verona: Weiterbestehen des Malteserordens als souver\u00e4ner Staat.<\/p>\n<p><b>1831<\/b>:\u00a0\u00a0 Franz\u00f6sische Malteserritter gr\u00fcnden einen Orden in England, der als <i>Most Venerable Order of St. John of Jerusalem <\/i>bekannt wird.<\/p>\n<p><b>1834<\/b>:\u00a0\u00a0 Der Malteserorden l\u00e4sst sich endg\u00fcltig in Rom nieder.<\/p>\n<p><b>1839-1841<\/b>: Die Gro\u00dfpriorate Lombardo-Venetien und Sizilien werden nach der Restituierung mehrerer Besitzungen in Italien auf Dr\u00e4ngen des Kaisers Ferdinand I wiederhergestellt.<\/p>\n<p><b>1852<\/b>:\u00a0\u00a0 K\u00f6nig Friedrich Wilhelm IV stellt die Balley Brandenburg wieder her, allerdings ohne Restituierung der Besitzt\u00fcmer; \u00fcberlebende Ritter des aufgel\u00f6sten Ordens w\u00e4hlen den neuen Herrenmeister und wahren so die Kontinuit\u00e4t. Ritter des Verdienstordens werden anerkannt, allerdings als Ehrenritter mit eingeschr\u00e4nkten Rechten.<\/p>\n<p><b>1854-1865<\/b>: Gr\u00fcndung von Johanniterkrankenh\u00e4usern in Deutschland.<\/p>\n<p><b>1859<\/b>:\u00a0\u00a0 Schlacht von Solferino, Entstehung des Roten Kreuzes. In Deutschland bildet sich die Genossenschaft der <i>Rheinisch-Westf\u00e4lischen Malteser-Devotions-Ritter<\/i>.<\/p>\n<p><b>1864-1866<\/b>: Ordensritter beteiligen sich am Aufbau des Sanit\u00e4tswesens im Kriege, und am Aufbau des deutschen Roten Kreuzes. Der Johanniterorden stellt den Vizepr\u00e4sidenten, stellt sich aber nicht an die Spitze der Organisation, da das Rote Kreuz sich nicht als christlich gebundene Organisation versteht.<\/p>\n<p><b>1867-1869<\/b>:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Dem <i>Verein der schlesischen Malteser-Ritter<\/i> werden die Rechte einer juristischen Person verliehen. In Folge wird der Verein als legitimer Zweig des Malteserordens anerkannt.<\/p>\n<p><b>1879<\/b>:\u00a0\u00a0 Papst Leo XIII stellt den Rang des Malteser Gro\u00dfmeisters und die Autonomie des Malteserordens wieder her.<\/p>\n<p><b>1880<\/b>:\u00a0\u00a0 Kaiser Franz Joseph best\u00e4tig dem Gro\u00dfmeister des Malteserordens den Rang eines F\u00fcrsten.<\/p>\n<p><b>1888<\/b>:\u00a0\u00a0 Der Papst gew\u00e4hrt dem Gro\u00dfmeister des Malteserordens den Titel <i>Eminenz<\/i>. Die erste Johanniterschwesternschaft nimmt ihre T\u00e4tigkeit auf. Der <i>Order of St. John<\/i> wird von K\u00f6nigin Victoria von England anerkannt.<\/p>\n<p><b>1914-1918<\/b>: Im 1. Weltkrieg leisten Malteser- und Johanniterorden Hilfsdienste, unterhalten und errichten Lazarette und f\u00fchren Sanit\u00e4tsz\u00fcge.<\/p>\n<p><b>1917-1921<\/b>: Der <i>Codex Iuris Canonici<\/i> ersetzt den <i>Codex Rohan<\/i> und passt das Ordensrecht an die geschichtlichen und sozialen Ver\u00e4nderungen an.<\/p>\n<p><b>1928<\/b>:\u00a0\u00a0 Die Vereinigung der Magistralritter der Vereinigten Staaten tritt als erster \u00fcberseeischer Zweig dem Malteserorden bei.<\/p>\n<p><b>1934<\/b>:\u00a0\u00a0 Das nationalsozialistische Reichskabinett \u00fcberlegt ein Verbot des Johanniter- und des Malteserordens, da die christliche Ausrichtung sich nicht mit der neuen Ideologie vertr\u00e4gt.<\/p>\n<p><b>1935<\/b>:\u00a0\u00a0 Weitere Verleihungen von Ehren- und Rechtsritterkreuzen werden verboten.<\/p>\n<p><b>1936<\/b>:\u00a0\u00a0 Der Malteserorden widmet sich besonders der Bek\u00e4mpfung der Lepra.<\/p>\n<p><b>1938<\/b>:\u00a0\u00a0 Gleichzeitige Zugeh\u00f6rigkeit zum Johanniterorden und der NSDAP wird verboten, ebenso wie das Tragen des Johanniterkreuzes. \u00a0Der Orden wird zwar nicht aufgel\u00f6st, darf aber keine neuen Mitglieder aufnehmen.<\/p>\n<p><b>1944<\/b>:\u00a0\u00a0 Missgl\u00fccktes Attentat auf Adolf Hitler. 11 Ordensritter werden wegen Teilnahme an der Verschw\u00f6rung hingerichtet.<\/p>\n<p><b>1945<\/b>:\u00a0\u00a0 Die Balley Brandenburg verliert alle Besitzt\u00fcmer in den Ostgebieten und in der sowjetischen Besatzungszone. Da die Nationalsozialisten den Orden zwar verboten aber nicht aufl\u00f6sten, sind alle Mitglieder der Kollaboration verd\u00e4chtig. Die Alliierten verbieten jede, auch humanit\u00e4re, T\u00e4tigkeit. Der Malteserorden verliert ebenfalls alle Besitzt\u00fcmer, und widmet sich zun\u00e4chst haupts\u00e4chlich der Fl\u00fcchtlingshilfe. In Europa, Nord- und S\u00fcdamerika entstehen zahlreiche neue Laien-Zweige (Associationen) des Malteserordens.<\/p>\n<p><b>1947<\/b>:\u00a0\u00a0 Wiederaufbau der Balley Brandenburg. Durch den Schutzbrief des Rates der evangelischen Kirche in Deutschland wird der Johanniterorden Teil der evangelischen Kirche Deutschlands.<\/p>\n<p><b>1948<\/b>:\u00a0\u00a0 Dem Herrenmeister Prinz Oskar von Preu\u00dfen gelingt es, das Verbot des Johanniterordens durch die Alliierten wieder aufheben zu lassen. Erstmals wird seit dem fr\u00fchen Mittelalter Nichtadeligen der Zugang zum Orden gestattet.<\/p>\n<p><b>1949<\/b>:\u00a0\u00a0 Der Johanniterorden wird in der Bundesrepublik wieder als Rechtsperson anerkannt. Die Johanniter Schwesternschaft wird best\u00e4tigt.<\/p>\n<p><b>1952<\/b>:\u00a0\u00a0 Gr\u00fcndung der Johanniter-Unfall-Hilfe und Johanniter-Hilfsgemeinschaft.<\/p>\n<p><b>1953<\/b>:\u00a0\u00a0 Gr\u00fcndung des Malteser Hilfsdienstes, in Zusammenarbeit mit der Caritas.<\/p>\n<p><b>1961<\/b>:\u00a0\u00a0 Der Malteserorden nimmt die Pr\u00e4gung der eigenen W\u00e4hrung wieder auf. Zusammenschluss des evangelischen Johanniterordens in Deutschland mit den Orden in den Niederlanden, Schweden und Gro\u00dfbritannien zu einer Allianz; Vertiefung der Beziehungen zum Malteserorden.<\/p>\n<p><b>1963<\/b>:\u00a0\u00a0 Der engl. Order of St. John of Jerusalem wird vom Malteserorden anerkannt.<\/p>\n<p><b>1965<\/b>:\u00a0\u00a0 Gr\u00fcndung der Malteser-Schwesternschaft.<\/p>\n<p><b>1966<\/b>:\u00a0\u00a0 Der Malteserorden gibt eigene Briefmarken heraus. Volle diplomatische Beziehungen mit Malta.<\/p>\n<p><b>1966-1975<\/b>: Deutsche Malteser f\u00fchren Hilfsmassnahmen in Vietnam durch.<\/p>\n<p><b>1970<\/b>:\u00a0\u00a0 Der Malteserorden betreut ein Feldlazarett in Pakistan.<\/p>\n<p><b>1974<\/b>:\u00a0\u00a0 Gr\u00fcndung der Johanniter-Unfallhilfe in \u00d6sterreich.<\/p>\n<p><b>1974-1975<\/b>: D\u00fcrrekatastrophe in \u00c4thiopien, der Malteserorden errichtet eine medizinische Station.<\/p>\n<p><b>1976<\/b>:\u00a0\u00a0 Der Malteserorden ist wieder auf Rhodos vertreten. Erdbeben in Friaul, der Malteserorden leistet Hilfsdienste.<\/p>\n<p><b>1990<\/b>:\u00a0\u00a0 Die Johanniter-Hilfsgemeinschaften werden auch in Ostdeutschland t\u00e4tig. Der Orden erh\u00e4lt seine Ordensh\u00e4user in der ehemaligen DDR zur\u00fcck.<\/p>\n<p><b>1992<\/b>:\u00a0\u00a0 Gr\u00fcndung der <i>Brotherhood of Blessed G\u00e9rard<\/i> in S\u00fcdafrika, benannt nach dem Gr\u00fcnder der Hospitaliter und organisiert nach dem Vorbild des Malteserordens.<\/p>\n<p><b>1993<\/b>:\u00a0\u00a0 Wiedererrichtung des Gro\u00dfpriorats von England.<\/p>\n<p><b>1998<\/b>:\u00a0\u00a0 Durch einen Staatsvertrag zwischen der Republik Malta und dem Malteserorden erh\u00e4lt der Orden die Festung St. Angelo auf 99 Jahre zur alleinigen Nutzung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/armati-domini.at\/?page_id=13\">zur\u00fcck<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 um 603: Hospiz neben dem Kloster Sancta Maria Latina in Jerusalem ca. 1040-1070: Kaufleute aus Amalfi gr\u00fcnden ein Pilgerhospiz, wiederum angeschlossen an das Benediktinerkloster Sancta Maria Latina. 1096-1099: 1. 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