{"id":119,"date":"2013-02-05T23:36:45","date_gmt":"2013-02-05T23:36:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.armati-domini.at\/?page_id=119"},"modified":"2018-02-23T11:05:16","modified_gmt":"2018-02-23T10:05:16","slug":"lexikon","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.armati-domini.at\/?page_id=119","title":{"rendered":"Lexikon"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Abgabenbefreiung<\/b>: betraf nicht nur die Ordensmitglieder, sonder auch alle, die irgendwie mit ihnen im Zusammenhang standen, sogar Tagl\u00f6hner, P\u00e4chter auf Ordensland bis hin zu Handelspartnern: diese hatten weder landeskirchlichen Abgaben noch Pflichtdienste zu leisten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Adelsprobe<\/b>: Verpflichtender Nachweis der eigenen adligen Abstammung f\u00fcr zuk\u00fcnftige Ritterbr\u00fcder (ab 1344) und generell f\u00fcr Mitglieder (ab 1680).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Associationen<\/b>: Laien-Zweige des Malteserordens (20.Jhdt.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Aufbau des Ordens im Hochmittelalter<\/b>: adlige Ritter, Priester f\u00fcr den Kirchendienst und nichtadlige Laienbr\u00fcder haupts\u00e4chlich f\u00fcr die Krankenpflege. Die Hilfskr\u00e4fte, die nicht dem Orden angeh\u00f6rten, wurden als <i>Sergeanten<\/i> bezeichnet. <i>Sergeantenbr\u00fcder<\/i> hingegen waren meist nichtadlige Br\u00fcder, die das Ordensgel\u00fcbde abgelegt hatten, aber nicht die n\u00f6tigen Voraussetzungen f\u00fcr den Stand von Ritterbr\u00fcder mitbrachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Bailli<\/b>: (aus Mittellatein <i>ballivus<\/i> \u201aAufseher\u2019, davon \u00fcber altfranz. <i>baillif<\/i> auch engl. <i>bailiff<\/i>), Vorsteher einer Balley; in Rhodos und auf Malta Vorsteher der gesamten Zunge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Balley<\/b>: auch <i>Ballei<\/i>, seit dem 13. Jahrhundert verwendeter Begriff f\u00fcr die Provinz eines Ritterordens, die meist mehrere Kommenden oder Komtureien umfasste.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Burgv\u00f6gte<\/b>: Kommandanten der wichtigsten Burgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Casalen<\/b>: Besitzt\u00fcmer des Ordens; Geh\u00f6fte und zuweilen auch ganze D\u00f6rfer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Confratres<\/b>: vornehme Leute, die dem Orden Schenkungen machten und die Privilegien des Ordens dadurch teilten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Consorores<\/b>: das weibliche Gegenst\u00fcck zu den Confratres.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Constable<\/b>: ein hoher Milit\u00e4roffizier, der dem Marshall bis 1169 untergeordnet war, und dessen T\u00e4tigkeit sich haupts\u00e4chlich auf Organisatorisches beschr\u00e4nkte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Crie<\/b>: auch <i>Acrie<\/i> oder <i>Cria<\/i>, Leiter der Stallungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Donats<\/b> oder <b>Conversi<\/b>: Au\u00dferordentliche Mitglieder. Laienbr\u00fcder und \u2013schwestern, die keine volle Profess, sondern ein einfaches Gehorsamsgel\u00fcbde ablegten. Erlangt werden konnte diese Mitgliedschaft durch Spenden. Eine Vollmitgliedschaft war sp\u00e4ter m\u00f6glich, oft bestand die Gegenleistung f\u00fcr die Spende auch einfach in Kost und Logis und der Aussicht auf eine Bestattung und Gedenken im Gebet. So entstanden Netzwerke von Familienloyalit\u00e4ten zu anderen Orden, was neue Mitglieder, Spenden und andere Unterst\u00fctzungen einbrachte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Drapier<\/b>: Funktion\u00e4r des Johanniterordens, f\u00fcr die Versorgung zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Ehrenritter<\/b>: Mitglied des preu\u00dfischen Verdienstordens (nach 1810) nach der Wiederherstellung der Balley 1852, wo ein Ehrenritter zwar als Mitglied anerkannt, allerdings nicht mit den vollen Rechten eines Rechtsritters ausgestattet war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Gnadenritter<\/b>: Ritter des Hospitaliterordens, der zwar nicht von ausreichend adliger Herkunft war, aber sich durch Tapferkeit oder anderw\u00e4rtig um den Orden verdient gemacht hatte. Voraussetzung f\u00fcr den Schlag zum Gnadenritter war allerdings die volle Profess.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Gonfanonier<\/b>: Fahnentr\u00e4ger des Ordens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Gro\u00dfkomtur<\/b>: hoher Funktion\u00e4r des Johanniterordens, f\u00fcr Versorgung (vor allem des Heeres) und Ordensg\u00fcter verantwortlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Gro\u00dfmeister<\/b>: <i>Magnus Magister<\/i>, auf Lebenszeit gew\u00e4hlt; besa\u00df weitgehende Vollmachten, obwohl die Souver\u00e4nit\u00e4t theoretisch bei den Kapitelversammlungen lag, wo auch wichtige Angelegenheiten, Rechtsstreitigkeiten und F\u00fchrungsernennungen geregelt wurden. Im Laufe der fr\u00fcheren Geschichte der Hospitaliter bzw. Johanniter kam es h\u00e4ufiger zu Auseinandersetzungen, weshalb Ma\u00dfnahmen ergriffen wurden, um die Macht der Meister einzuschr\u00e4nken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Gro\u00dfprior<\/b>: Vorsteher einer Zunge, die aus mehr als einem Priorat bestand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>(Gro\u00df-)Priorat<\/b>: Organisationseinheit der Johanniter, umfasst mehrere Balleien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Herrenmeister<\/b>: protestantisches Gegenst\u00fcck zu einem Gro\u00dfmeister.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Hospitaliter<\/b>: 1. = Johanniter als Orden; 2. Aufseher \u00fcber das Ordensspital und die karitativen Dienste des Ordens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Hospitalsordnung<\/b>:\u00a0 Regula des Gro\u00dfmeisters Roger des Moulins, wie in mittelalterlichen Hospitaliter-Hospizen mit den Kranken umzugehen war, bzw. eine Art generelle Hausordnung. Besonderes Augenmerk wurde (ungew\u00f6hnlich zu dieser Zeit) auf vern\u00fcnftige Ern\u00e4hrung, so wie auf gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Hygiene gelegt. Weiters mussten \u00c4rzte anwesend sein, die f\u00fcr die Diagnose zust\u00e4ndig waren, und die Behandlung \u00fcberwachten. T\u00e4glich wurden Messen gelesen. Chirurgen waren ebenfalls vor Ort, um sich um die im Kampf Verwundeten zu k\u00fcmmern. Sie begleiteten oft die Truppen, um auf dem Schlachtfeld erste Hilfe zu leisten. Die Kranken wiederum hatten, so sie dazu in der Lage waren, sich um andere Kranke zu k\u00fcmmern, sich an die Hospitalsregeln zu halten und soweit m\u00f6glich jeden L\u00e4rm zu vermeiden. Der Ruf der Hospize war so gut, dass sich sogar Saladin inkognito behandeln und danach dem Spital in Akkon Geldspenden zukommen lie\u00df.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Johanniterschwestern<\/b>: Die Johanniter hatten auch Schwestern mit voller Profess in einigen M\u00e4nnerh\u00e4usern, sowie eine beschr\u00e4nkte Zahl von Frauengemeinschaften. Diese Johanniterschwestern waren Vollmitglieder des Ordens, und nicht irgendwelche Ableger. Sie verrichteten allerdings nach 1187 (und davor auch nur in Jerusalem) keine Arbeiten im medizinischen Bereich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Kaperbrief<\/b>: Rechtsgrundlage der Kaperschifffahrt, schriftliche Erlaubnis zur Piraterie einer kriegf\u00fchrenden Partei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Kaperschifffahrt<\/b>: mit Erlaubnis (Kaperbrief) einer kriegf\u00fchrenden Macht. Ziel war es, dem Feind auf m\u00f6glichst vielen Ebenen Schaden zuzuf\u00fcgen, z.B. durch den Verlust von Schiffen, Versorgungsmaterial und Mannschaften, oder durch Einschr\u00e4nkung bzw. Verhinderung des Handels feindlicher Staaten untereinander. Sie war eine der Wirtschaftsgrundlagen des Ordens auf Malta. Die Malteser bezeichneten Kaperfahrten als <i>Karawanen<\/i>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Kapl\u00e4ne<\/b>: Kleriker des Ordens, mittlerer Rang. An oberster Stelle standen die Priore (nicht zu verwechseln mit den gleichnamigen Verwaltern eines Priorats!), an unterster die einfachen Geistlichen. Jede Kommende\/Komturei hatte ihren eigenen Kaplan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Komturei<\/b>: = Kommende, eine Gemeinschaft von Ordensbr\u00fcdern. Einige wurden zum Dienst im Osten berufen, andere leiteten landwirtschaftliche und administrative T\u00e4tigkeiten; ordinierte Br\u00fcder \u00fcbernahmen die Priesterrolle in den Pfarreien, die unter dem Patronat des Ordens standen. Priester, Sergeanten und <i>Milites<\/i> konnten das Kommando \u00fcber eine Komturei \u00fcbernehmen. Der Oberste eine Komturei war der Komtur. Die Komtureien hatten zun\u00e4chst den gesamten erwirtschafteten \u00dcberschuss an das Haupthaus in Jerusalem abzugeben, sp\u00e4ter nur noch ein Drittel davon, die sogenannten <i>Responsionen<\/i>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Konvent<\/b>: sitz- und stimmberechtigte Mitglieder der Ordensspitze. Seit dem \u00a0Gro\u00dfkapitel von 1302 von 80 Ordensrittern aus den damals sieben Zungen gebildet, die auf Zypern stationiert waren: 15 aus der provenzalischen Zunge, 15 aus der franz\u00f6sischen, 14 aus der spanischen, 13 aus der italienischen, 7 aus der deutschen und 5 aus der englischen, sowie 11 aus der Zunge der Auvergne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Kreuzfahrerstaaten<\/b>: = <i>Outremer<\/i>; vier von Franzosen gegr\u00fcndete christliche Kreuzfahrerstaaten: das K\u00f6nigreich Jerusalem (1099-1291), die Grafschaft Edessa (1098-1144), das F\u00fcrstentum Antiochia (1098-1268) und die Grafschaft Tripolis (1109-1289).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Kreuzz\u00fcge<\/b>: Generell die sieben Orientkreuzz\u00fcge zwischen 1096 und 1272. Der Begriff <i>Kreuzzug<\/i> stammt aus dem 13. Jhdt., davor wurden derartige Unternehmungen als bewaffnete Pilgerfahrten oder bewaffnete Wallfahrten bezeichnet. Die Z\u00e4hlung ist in der Literatur nicht ganz einheitlich. Im gro\u00dfen und ganzen werden folgende Unternehmungen unterschieden: <b>Erster Kreuzzug<\/b> (1096-1099; Ziel Jerusalem; Volkskreuzzug, Deutscher Kreuzzug, Kreuzzug von 1101). <b>Zweiter Kreuzzug<i> <\/i><\/b>(1147-1149, Ziel eigentlich Edessa, letztlich Damaskus; Wendenkreuzzug 1147). <b>Dritter Kreuzzug<\/b> (1189-1192, Ziel Jerusalem). <b>Vierter Kreuzzug<\/b> (1202-1204, Ziel eigentlich \u00c4gypten, letztlich Konstantinopel; Kinderkreuzzug 1212). <b>F\u00fcnfter Kreuzzug<\/b> (Kreuzzug von Damiette 1217-1221, Ziel \u00c4gypten; Kreuzzug Friedrichs II 1228-1229, Ziel Jerusalem). <b>Sechster Kreuzzug<\/b> (1248-1254, Ziel \u00c4gypten; Hirtenkreuzzug 1251). <b>Siebter Kreuzzug<\/b> (1270-1272, Ziel Tunis, Jerusalem).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Manoirs<\/b>: Gutsbesitz des Ordens auf dem Land, Weinberge, W\u00e4lder, Steinbr\u00fcche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Marschall<\/b>: Funktion\u00e4r des Johanniterordens, f\u00fcr Bewaffnung und Burgen zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Master Esquire<\/b>: 1. Stallmeister, Vorgesetzter des <i>Crie<\/i>. 2. auch <i>Grand Esquire<\/i>, f\u00fchrte die Edelknappen des Gro\u00dfmeisters an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Milites<\/b>: Ritterbr\u00fcder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Name<\/b>: Der offizielle Name des Malteserordens lautet heute: <i>Souver\u00e4ner Malteser-Ritter-Orden: Souver\u00e4ner Ritter-Orden des Hl. Johannes vom Hospital zu Jerusalem, genannt von Rhodos, genannt von Malta<\/i>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>\u00d6kumene<\/b>: zwar im 16. Jahrhundert noch nicht so genannt, jedoch wollte die verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gro\u00dfe religi\u00f6se Toleranz der Malteser gegen\u00fcber Orthodoxen und Protestanten im 16. Jahrhundert den P\u00e4psten nicht so recht behagen, was zur relativ erfolglosen\u00a0 Einf\u00fchrung der Inquisition auf Malta f\u00fchrte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Ordensflotte<\/b>: hatte in der Zeit auf Rhodos und Malta ausschlaggebende Bedeutung f\u00fcr das \u00dcberleben des Ordens. Ausgestattet war sie vor allem mit schnellen Schiffen, die technisch auf dem letzten Stand waren, erg\u00e4nzt durch Kaperschiffe und erbeutete Schiffe, sowie die Schiffe verb\u00fcndeter Korsaren. Das Flaggschiff der Flotte wurde als <i>Capitana<\/i> bezeichnet. Alle Schiffe waren f\u00fcr medizinische Notf\u00e4lle ausger\u00fcstet, bei gr\u00f6\u00dferen Unternehmungen wurden sogar eigene Hospitalschiffe mitgef\u00fchrt. Die Schiffe f\u00fchrten die Ordensflagge und Galeerenflamme (Wimpel) in den Ordensfarben (wei\u00dfes Balkenkreuz auf rotem Grund).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Ordenskapitel<\/b>: die eigentliche Regierung des Johanniterordens. Bestand zun\u00e4chst aus allen in Jerusalem lebenden Johannitern, sp\u00e4ter aus einem kleineren Rat. Gro\u00dfmeister und Ordenskapitel wurden von folgenden Funktion\u00e4ren unterst\u00fctzt: Gro\u00dfkomtur, Tresorier, Marschall, Turkopolier, Hospitaliter, Prior, Drapier.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Ordenskreuz<\/b>: Malteserkreuz, Johanniterkreuz, Hospitaliterkreuz (achtspitziges Kreuz, \u201eTugendkreuz\u201c), bereits im Wappen von Amalfi enthalten. Die acht Spitzen verweisen auf die acht Seligpreisungen der Bergpredigt (Math\u00e4us 5, 3-10), einer anderen Interpretation zufolge auch auf die acht Zungen des Ordens, oder auf das achtfache Elend der Welt, dessen Linderung sich der Orden verschrieben hatte (Krankheit, Verlassenheit, Heimatlosigkeit, Hunger, Lieblosigkeit, Schuld, Gleichg\u00fcltigkeit, Unglaube) Die vier Arme des Balkenkreuzes stehen f\u00fcr je eine Kardinaltugend (Gerechtigkeit, Tapferkeit, Weisheit, M\u00e4\u00dfigung).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Ordensmitglieder<\/b>: seit der Konstitution von 1961 gibt es drei Klassen: 1. Klasse: Professritter und Konventualkapl\u00e4ne. Legen das Gel\u00fcbde der Ehelosigkeit, des Gehorsams und der Armut ab. 2. Klasse: Oboedienzritter und Justiz-Donaten. Verpflichten sich, nach \u201echristlicher Vollkommenheit\u201c zu streben, im Rahmen ihres Standes und im Geiste des Ordens. 3. Klasse: Ehrenritter, Donaten, Magistralritter und Gratialritter. Legen keine Gel\u00fcbde ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Outremer<\/b>: \u201e(das Land) jenseits des Meers\u201c. Bezeichnung der Orden f\u00fcr ihre Besitzungen \u201ejenseits des Meeres\u201c; manchmal ist damit Pal\u00e4stina gemeint, im Falle der Johanniter jedoch meistens Europa.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Passagio<\/b>: auch Passagegeld, Aufnahmegeb\u00fchr in den Orden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Prior<\/b>: 1. Vorsteher eines Priorats, bzw. einer Zunge, so die nur aus einem Priorat bestand. 2. Davon unabh\u00e4ngig: oberster Rang der Geistlichen innerhalb des Ordens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Provinzialkapitel<\/b>: Versammlung eines Priorats oder einer Zunge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Rechtsritter<\/b>: im Hospitaliterorden ein Ritter, der 16 adlige Ahnen nachweisen kann. Sp\u00e4ter auch \u201eVollmitglied\u201c (i.e. Ritterschlag vor 1810) der wiederhergestellten Balley Brandenburg nach 1852.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Ritterbr\u00fcder<\/b>: adlige Krieger mit voller Profess.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Sergeanten<\/b>: nichtadlige Hilfskr\u00e4fte, auch als Servienten (\u201edienende Br\u00fcder\u201c) bezeichnet. Nicht dem Orden angeh\u00f6rig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Sergeantenbr\u00fcder<\/b>: nichtadlige Krieger, dem Orden angeh\u00f6rig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Sopraweste<\/b>: Bezeichnung f\u00fcr den rot-wei\u00dfen Waffenrock der Johanniter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Tresorier<\/b>: Schatzmeister, eine Art Finanzminister des Ordens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Turkopolier<\/b>: Funktion\u00e4r des Johanniterordens, kommandierte leichte Reiter und Bogensch\u00fctzen, Einheiten die aus Einheimischen rekrutiert wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>W\u00e4hrung<\/b>: der Malteserorden hat bis heute eine eigene W\u00e4hrung: 1 Scudo = 12 Tari = 240 Grani; wobei 1 Scudo = ca. 0,24 Euro, 1 Tari = ca. 0,02 Euro.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Wirtschaftsorganisationen<\/b>: notwendig, um die Ordenst\u00e4tigkeit zu finanzieren: riesiger Landbesitz in Europa und im Orient; damit verbunden lehenspflichtige Edelleute in ganz Europa; Stadtteile, Landbezirke, Casalen, H\u00e4user in diversen St\u00e4dten, Manoirs. Ein weiterer Wirtschaftsfaktor des Ordens waren Sklaven und\/oder H\u00f6rige, die ihm geschenkt worden waren und Kriegsgefangene als Arbeitskr\u00e4fte. Daneben betrieb der Orden M\u00fchlen, B\u00e4ckereien, Badestuben, Seifensiedereien, Gerbereien, und Kalk\u00f6fen. Man hob Platzgeb\u00fchr auf M\u00e4rkten ein, sowie Hafenz\u00f6lle, und Geb\u00fchren f\u00fcr Schleusen und Stauwerke. Holz wurde aus Europa nach Pal\u00e4stina exportiert, und Wein und Zucker aus Pal\u00e4stina nach Europa. Ein weiteres wichtiges Standbein des Ordens waren Bank- und Depotgesch\u00e4fte. Hinzu kam, dass nach seinem Tode alle G\u00fcter eines Ordensmitgliedes an den Orden gingen (\u201eSpoglio\u201c). In der Zeit auf Malta kamen dann noch der Schiffsbau sowie die Reparatur durchreisender Handelsschiffe hinzu. Zudem wurden aus dem Dienst genommene Schiffe und nicht mehr verwendete Ausr\u00fcstung \u00f6ffentlich versteigert. Die Kaperschifffahrt war ebenfalls ein wichtiger Faktor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Zentralverwaltung<\/b>: ab dem 15. Jhdt. getragen von den 4 R\u00e4ten: <i>Oberster Rat<\/i> (Verwaltung), <i>Geheimer Rat<\/i> (Staats- und Strafsachen), <i>Gro\u00dfer Rat<\/i> (Berufungsinstanz gegen den Obersten und den Geheimen Rat), <i>Rat der Schatzkammer<\/i> (Finanzen).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Zunge<\/b>: auch Provinz, nationale Zusammenschl\u00fcsse der Johanniter um 1300, umfassen je mehrere Gro\u00dfpriorate. Die 8 Zungen waren Provence, Auvergne, Frankreich, Italien, Arag\u00f3n, England, Deutschland, Kastilien (mit Portugal). Sp\u00e4ter kommt noch eine bayerische Zunge hinzu, die mit der fast verloschenen englischen und dem russischen Priorat vereint wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/armati-domini.at\/?page_id=13\">zur\u00fcck<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Abgabenbefreiung: betraf nicht nur die Ordensmitglieder, sonder auch alle, die irgendwie mit ihnen im Zusammenhang standen, sogar Tagl\u00f6hner, P\u00e4chter auf Ordensland bis hin zu Handelspartnern: diese hatten weder landeskirchlichen Abgaben noch Pflichtdienste zu leisten. Adelsprobe: Verpflichtender Nachweis der eigenen adligen Abstammung f\u00fcr zuk\u00fcnftige Ritterbr\u00fcder (ab 1344) und generell f\u00fcr Mitglieder (ab 1680). 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